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Ein Hutewald für Wörthsees Ökokonto

In der Gemeinderatssitzung vom 14. Juli 2021 trug Herr Dipl.-Ing Christian Ufer, Mitinhaber des die Gemeinde beratenden Starnberger Büros von Landschaftsarchitekten Terrabiota, seine Empfehlungen zur Einrichtung des gemeindlichen Ökokontos vor.

Der Vortrag stellte hauptsächlich auf die  gemeindeeigenen Flächen am Ziegelstadel beim Autobahnanschluss ab. Allerdings hat die Gemeinde auch andere, wenngleich kleinere Flächen, die für die Einrichtung eines Ökokontos in Frage kommen.

Der Ausgleich für die für den Vollsortimenter zu rodenden Bäume könne nicht über ein Ökokonto, sondern müsse eigens erfolgen, da waldrechtliche Bestimmungen den passgenauen Ausgleich des gerodeten Buchenwalds mit qualitativ gleichem Buchenwald forderten.

Wenn man ökologisch vorteilhaft tätig werden will, müsse man zunächst überlegen, was die Zielsetzung sein soll, denn sie würden zu unterschiedlichen Maßnahmen führen.

  • Für die Zielsetzung Artenschutz müsse man Wiesen und Strauchwerk einrichten, denn gefährdete Arten brauchen vorrangig solche Wiesenareale.
  • Für die Zielsetzung CO2-Bindung müsse man Wald pflanzen, denn vor allem Bäume sind der CO2-Bindung zuträglich. Bisher sei dies ihm als vorrangige Gemeindezielsetzung mitgeteilt worden.
  • Eine gute Kombination zwischen beiden sei die Einrichtung eines sog. „Hutewaldes“. Das ist ein sehr locker mit großen Bäumen – oft Eichen – bewachsenes Areal, das zwischen den Bäumen Wiesenflächen erhält, die von den Bäumen nicht oder nur gering beschattet werden. Ökologisch verhalte er sich für den Artenschutz nicht wesentlich anders als Wiesenflächen. Die zusätzlich vorgesehenen Großbäume bewirken auch eine merkliche CO2-Bindung.

Ein eingewachsener Hutewald:
Lichter Baumbestand
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Letztlich empfiehlt Herr Ufer die Einrichtung eines Hutewald-Areals für das gemeindliche Ökokonto, weil damit ökologisch in Summe am meisten bewirkt werde. Das Gelände könne im westlichen Teil des Ziegelstadels an die Flächen anschließen, die schon für andere ökologische Ausgleiche vorgesehen sind, und sich dann entsprechend der gewünschten Größe nach Osten erstrecken.

Zur Frage, wie viel der Fläche am Ziegelstadel für ein Ökokonto verwendet werden soll, sei die Gemeinde frei, angesichts sonstiger Randbedingungen zu entscheiden, wenn man nicht unter eine sinnvolle Mindestgröße von etwa 2 ha gehe.  Wenn man berücksichtigt, dass ein Teil der Flächen des Ziegelstadels schon für bestimmte Ausgleiche belegt ist und dass auch die Errichtung einer Photovoltaikanlage am Ziegelstadel erwogen wird, blieben als Fläche für ein Ökokonto max. 6 ha. Es sei nicht unbedingt empfehlenswert, dies alles für ein Ökokonto zu verplanen, denn es könne sein, dass zukünftig Bedürfnisse entstehen, die man über ein Ökokonto nicht erfüllen kann. Es könnten deshalb Teile freibleiben.

Der Gemeinderat beschloss einmütig, die Planung eines Hute-Waldes auf 2 ha für ein gemeindliches Ökokonto weiterverfolgen zu wollen.

Siehe auch "Ausgleichsflächen in Wörthsee"

 

Pressespiegel:

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SZ 21.3.21: Kommentar zum Wahlausgang

SZ 21.3.21: Zu den Bürgerentscheiden

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