Mitten in Wörthsee

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Gestaltung des Kreuzungsbereichs vor dem Kirchenwirt

In der Gemeinderatssitzung vom 14. Juli 2021 stellte Herr Dipl.-Ing. Christian Wagner vom mit der Beratung zur Gestaltung  des Kreuzungsareals am Kirchenwirt beauftragte Büro zwopk im Rahmen eine 45-minütigen Präsentation seinen Abschlussbericht zu den Empfehlungen zur Gestaltung des Kreuzungsbereichs dar. 

Der Ausarbeitung der Empfehlungen vorangegangen war unter anderem eine Bürgerbefragung mittels sog. "Dialogkarten", die ausgeteilt wurden und in einen Briefkasten eingeworfen werden konnten. Andere sonst vorgesehene Maßnahmen der Bürgermitwirkung fielen der Pandemie zum Opfer. Laut Planungsbüro führten die Dialogkarten einerseits zu einer unüblich hohen Zahl hochwertiger Antworten, nämlich 81, ließ aber in vielen Fragestellungen ambivalente Meinungen erkennen. Sehr einig war die antwortende Bürgerschaft sich allerdings darin, dass der Kreuzungsbereich mit geeigneten Maßnahmen verkehrsberuhigt angelegt werden soll. Wegen der sonst uneinheitlichen Tendenz der erhaltenen Antworten folgte das Planungsbüro in den Ratschlägen zu den übrigen Fragen seinen Erfahrungen.

Im einzelnen:


Visualisierung vorgeschlagener Maßnahmen
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Verkehrsberuhigung der Nord-Süd-Achse:

Die Ortsdurchfahrt ist eine Staatsstraße unter der Planungshoheit des staatlichen Straßenbauamts in Weilheim, so dass der planerische Spielraum für die Gemeinde Wörthsee nicht groß ist und vor allem die Planung nur im Einvernehmen mit dem Amt erfolgen kann. Die Ratschläge des Planungsbüros sind deshalb mit dem Amt auf Realisierbarkeit abgestimmt und erscheinen somit durchführbar.

Einer für die Verkehrsberuhigung wünschenswerten Einengung der Fahrbahnbreite steht das Erfordernis entgegen, dass  auch an den engsten Stellen zwei breite Fahrzeuge, namentlich Linienbusse, aneinander vorbeikommen müssen. Im Ergebnis führt dies dazu, dass im nördlichen Teil des Kreuzungsbereichs die Fahrbahnbreite nicht unter 6 Meter sinken kann, was zu Gehsteigbreiten von jeweils 1 Meter 50 führt. Eine einmalige inselartige Fahrbahneinengung auf 4 m Breite zur Entschleunigung könne nördlich des Kirchenwirts erfrolgen.

Sinnvoll ist im Kreuzungsbereich auch die Pflasterung der Straße statt sie zu asphaltieren, um die Andersartigkeit dieser Straßenteile hervorzuheben. Die Pflasterung kann mit Kunststeinen aus modernen Materialien erfolgen, die gut witterungsbeständig sind. Pflastern ist allerdings teurer als asphaltieren. Der Umgriff dieser Maßnahme könne im Norden bis über die Nordkante des Kirchenwirts, im Süden bis Mittedes Apothekengebäudes, im Osten bis zur Ostgrenze des Kirchenwirtareals und im Westen bis vor das Messnerhauses reichen.


Visualisierung vorgeschlagener Maßnahmen
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Weiter als sinnvoll für die Verkehrsberuhigung wird die niveaugleiche Ausführung der Gehsteige mit den Straßenbereichen empfohlen. Zur optischen Abgrenzung sollen gewölbte Randsteine verwendet werden, und es können die Verlegerichtungen der empfohlenen Pflastersteine von Straße und Fußgängerbereichen unterschiedlich sein.

Schließlich können auch im Kreuzungsbereich noch Bäume gepflanzt werden.

Verlegung des Standorts des Maibaums:

Die Verlegung des Maibaumstandortes an eine Stelle unmittelbar vor der Apotheke wird empfohlen, da er dort optisch gut in das Ensemble eingebunden ist und bei Festivitäten die Anbindung an den Kirchenwirt und die zugehörigen Freiflächen besser sei und auch das Aufstellen eines Maibaums selbst besser bewerkstelligt werden kann.

Gestaltung des Vorplatzes des Meßnerhauses:

Die bisher durch Eigenleistung der Bürger erfolgte Gestaltung kann dahingehend ergänzt werden, dass Bäume gepflanzt werden. Wahlweise können etwa fünf Obstbäume oder drei größere Bäume gepflanzt werden. Für diese Entscheidung kann auch eine Rolle spielen, ob ein mögliches Zuwachsen der Aussicht auf den Wörthsee durch größere Bäume befürchtet wird und vermieden werden soll. Bänke können aufgestellt werden.

Die diskutierte Verlegung des Kriegerdenkmals vom jetzigen Standort im Zwickel zwischen Steinberg und Wesslinger Straße an eine Stelle im hinteren Bereich des Vorplatzes könne realisiert werden.

Kircheneinfriedung:

Die schon existierende Kircheneinfriedung ist in jedem Fall sanierungsbedürftig. Dies könne und solle hin zu einer homogenen weißen Wand erfolgen. Als Absturzsicherung oben wird ein schlichtes Geländer aus Edelstahl oder Gusseisen empfohlen.

Bushaltestelle:

Es kann ein überdachtes Wartehäuschen aufgestellt werden.

Trafohäuschen:

Nicht ganz klar ist, wo ein nötiges Trafohäuschen aufgestellt werden soll. Ein sich anbietender Ort ist das Parkareal hinter der Apotheke. Möglich, aber wohl teurer, wäre vielleicht auch die Unterbringung im Tiefgeschoss des Kirchenwirtneubaus, was mit dem Netzbetreiber zu klären ist.

 

Pressespiegel:

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