Mitten in Wörthsee

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Axel Pfeiffer: Un?sachlich, un!exzentrisch

"Der Mensch ist ein Gewohnheitstier" heißt es. Wohl wahr! Und manchmal auch schrecklich:

Ist es nicht traurig, an was wir uns in Wörthsee alles gewöhnt haben?

  • Eine tote Ortsmitte ohne Wirtschaft und ohne Einkaufsmöglichkeit und ohne die Chance, im Ort 'mal jemanden zu treffen.
  • Die regelmäßig fällige Fahrt mit dem Auto in die Pampa zu einem hässlichen Gebäude mit einem hässlichen Parkplatz, um dort unser Zeug zu kaufen.
  • Keine jungen Leute hier! In Wörthsee gibt es Alteingesessene und Kinder und Wohlhabende, aber keine Jungen. Wie viele Unter-30-jährige, die in Wörthsee wohnen, kennst Du, oder hast sie wenigstens 'mal irgendwo gesehen in Wörthsee? Kleinen, erschwinglichen Wohnraum für Junge und Singles gibt's bei uns nicht. Wenn Du ein Single unter 30 bist, brauchst Du es bei uns echt nicht zu versuchen. Du bist hier groß geworden und willst jetzt bei den Eltern ausziehen, aber hier bleiben? Kannste vergessen. Geh' woandershin. Versuch's in Gilching, ist nur zwei S-Bahn-Stationen weg. Wörthsee kümmert sich sorgfältig um die Belange alter Einwohner. Das Urban-Dettmer-Haus ist Dauerthema in der Gemeinde, es gibt das betreute Wohnen an der Etterschlager Straße, und weitere angepasste Gebäude sind im Bau (unterhalb des Friedhofs an der Kuckuckstraße) oder in der Planung (auf dem Kirchengelände). Alles für die Rentner und die Alten! Gut so! Und was wird für die Jungen getan?

Müssen wir immer so weitermachen, nur weil wir uns daran gewöhnt haben und uns gar nicht mehr auffällt, wie unausgewogen und im wahrsten Sinne des Wortes "exzentrisch" das ist?

Aus heutiger Sicht würde man vielleicht den Beschluss vor vielen Jahren, einen Supermarkt "vor die Tore" des Ortes auf die grüne Wiese zu setzen, als Fehler bezeichnen. Es führt zu Fahrkilometern hin und her und sterilisiert die Ortsmitte. Die jetzt vorliegende Planung eines Supermarkts mit Appartments darüber korrigiert diesen Fehler, indem die Einkaufsmöglichkeit - und damit die Menschen! - dahin zurückgeholt werden, wo sie hingehören, in die Mitte des Orts, nicht in die Pampa.

Und wenn das in einer ausgewogenen und von Ausgleichsmaßnahmen flankierten Planung auch einen Beitrag dazu liefert, dass junge Leute - schon wieder Menschen! - eine Bleibe finden, dann hat der Ort damit viel gewonnen.

Ungewohnt ist es, jedenfalls am Anfang. Aber eigentlich doch schön, oder?

 

 

Pressespiegel:

SZ 30.7.21: Alkoholverbot an den Badeplätzen

Merkur 29.7.21: Alkoholverbot an den Badeplätzen

SZ 29.7.21: Wörthsee-Triathlon

SZ 27.7.21: Feiermeile Wö,

Merkur 20.7.21: Über Photovoltaik

Merkur 15.7.21: Gestaltung der Ortsmitte

SZ 6.7.21: Porträt Sylvia Wagner-Zehren

Merkur 2.7.21: Porträt Mathias Kritzel

Merkur 29.6.21: Ärger im SC Wörthsee

SZ 29.6.21: Kunstwerk geklaut

Merkur 25.6.21: Baustelle Etterschlager Straße

SZ 21.6.21: Abiturfeiern am Wörthsee

Merkur 21.6.21: Abiturfeiern am Wörthsee

Merkur 11.6.21: Zum Kirchenwirt

SZ 10.6.21: Zum Kirchenwirt

SZ 4.6.21: Naturgarten in Wö.

SZ 26.5.21: Zur Gemeindebibliothek

Merkur 26.5.21: Umweltgarten in Wö.

SZ 18.5.21: Supermarktneubau

SZ 29.4.21: "Auszogne am Maibaum"

Merkur 23.4.21: Störche in Wö.

Merkur 14.4.21: Bacherner Moos

SZ 25.3.21: Glosse: "Rettet den Dorffriede"

SZ 22.3.21: Porträt Axel Werner

SZ 21.3.21: Kommentar zum Wahlausgang

SZ 21.3.21: Zu den Bürgerentscheiden

Merkur 21.3.21: Zu den Bürgerentscheiden

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